Schaukeln gut für kindliche Entwicklung

Unser Walnussbaum

Letztes Wochenende haben wir noch die unzähligen Walnüsse von der Wiese eingesammelt und gesäubert. Bald werden die gelben Blätter abfallen und die ganze Wiese bedecken. Vielleicht helfen mir die Kinder ja, aber ich denke eher, dass das Schaukeln und das „Eisbacken“ im Sandkasten höhere Priorität haben wird. Ist ja klar! Schaukeln hat mir als Kind auch Spaß gemacht und ich konnte nicht genug kriegen. Eigentlich geht es jedem Kind so – es ist das größte Vergnügen! Schön, wenn das Kind schon so alt ist, dass es sogar selber bestimmen kann wie hoch hinaus es möchte. Mein Kleiner braucht dann noch Anschub und ruft „höher, höher, höher, Mama!“.

Warum schaukeln?

Aber warum macht es den Kindern soviel Spaß?

Schaukeln gut für kindliche Entwicklung

Der Walnussbaum und Schaukeln

Die Kinder wissen instinktiv: Das Schaukeln ist wichtig für ihre Entwicklung, es macht schlau und es macht Spaß. Im Baby – und Kindesalter ist der Gleichgewichtssinn noch im Entwicklungsstadium und muss sich in den nächsten Jahren noch entwickeln. Dabei können Eltern schon früh erkennen, was Schaukeln bei den Babys auslöst: Es beruhigt. Schon während der Schwangerschaft werden die Babys im Bauch der Mama geschaukelt und wenn die Kleinen auf der Welt sind, dann beruhigt sanftes Schaukeln oder Wiegen die Babys in der Trage, auf dem Arm oder das leichte Rütteln des Kinderwagens. Mit sechs oder sieben Monaten kann man sogar beobachten, dass die Babys öfters mal ihren Kopf schaukeln und somit das Gleichgewichtsorgan trainieren. Das Schaukeln ist somit ein ganz wichtiger Bestandteil der kindlichen Entwicklung: Es ruft nicht nur ein positives Körpergefühl hervor, sondern das Kind lernt seine Bewegungen zu koordinieren und verbessert sein Konzentrationsvermögen.

 

Schaukeln auf dem Spielplatz und Co.

Hast Du dich schon gewundert, dass Dein Kind fast immer erst zur Schaukel rennt, wenn Du mit ihm zu einem Spielplatz gehst? Bei meinen Kindern ist das so. Sie lieben Schaukeln und die Schaukel auf den Spielplatz ist viel größer als die im Garten. War zumindest immer meine Vermutung, warum gleich die Schaukel in Beschlag genommen wird. Aber es ist einfach das Schaukeln an sich. Wenn du aber nicht immer Lust hast, auf den Spielplatz zu gehen und vielleicht auch keinen Garten mit Schaukel hast, dann lässt es sich auch in der Wohnung realisieren. Das geht mit zwei Haken in der Decke oder eine stabile Stange zwischen einem Türrahmen. Wenn mehr Platz ist, wäre auch eine Hängematte eine Option. Da kann man sich als Eltern gleich mit reinlegen und zusammen schaukeln. Tatsächlich sollte man die Kleinen aber nicht unbeobachtet lassen beim Schaukeln. Gerade die Babys und Kleinkinder versuchen oftmals aus der Babyschaukel zu klettern, wenn sie schon mobiler sind. Auch bei einer Hängematte sollten die Eltern oder eine Aufsichtsperson in der Nähe sein, denn auch größere Kinder können herausfallen oder sich strangulieren. Eine Matratze unter der Hängematte hilft eventuelles Herausfallen zu dämpfen. Nichtsdestotrotz ist das Schaukeln ein wichtiger Bestandteil in der Entwicklung von Babys und Kindern. Und vielleicht schaukeln wir Erwachsenen auch mal wieder mehr oder mit unseren Kindern, denn Schaukeln macht auch uns glücklich und schlau.

 

Quellen:

www.elternwissen.com

www.lifeline.de

www.everyday-feng-shui.de